Tour 7: Neuer Start des Grenzsteinwanderweges am Sandplacken

Der Start des „Siegfried-Rumbler-Wegs“ (Grenzsteinwanderweg, Tour 7) auf dem Sandplacken wurde seit der letzten Begehung verlegt, um den Einstieg zu erleichtern. Man geht nun vom Parkplatz bei der Gaststätte “Tannenheim” einfach rund 200 m in Richtung Oberursel neben der Straße und dann links bergab. Korrektur ist für die nächste Auflage vorgemerkt.

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Geheimtip: Übernachtung im Rheingauer Berghof (Tour 27)

UPDATE 11. November 2012

Wie bei so vielen Landgasthöfen gilt auch hier: Der Berghof ist Geschichte. Die Betreiber haben aus Altersgründen aufgegeben. Schade. – Damit besteht in Ransel nur noch Ü-Möglichkeit in Ferienwohnung Haus „Monika“ Tel. 06726-9348

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Tour 27 eignet sich wegen ihrer Länge von 25 km als 2-Tage-Wochenendtour. Zur Übernachtung bietet sich dann der „Rheingauer Berghof“ bei Ransel an, eine der schönstgelegenen Unterkünfte des hinteren Rheingaus. Früher pilgerten an schönen Tagen wahre Völkerschaften hier herauf, um von der Terrasse und den Liegewiesen die weite Aussicht zu genießen. Das in die Jahre gekommene Wirtsehepaar hat den Betrieb inzwischen stark reduziert, Übernachtung mit Frühstück ist nach Voranmeldung aber immer noch möglich, auch längerer Aufenthalt in einer Ferienwohnung. Zum Essen kann man in den nahen Dorfgasthof gehen.

Rheingauer Berghof
Taunusstr. 1
65391 Lorch-Ransel

Tel 06726629

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Saalburg mit Super-Programm 2009

Wie sah er denn aus, ein römischer Legionär?

Unser Bild von den römischen Legionären ist von den Asterix-Heften oder dem Film „Ben Hur“ geprägt. Wie genau stimmt dieses Bild aber mit der einstigen Wirklichkeit überein? Auf diese und ähnliche Fragen versucht die Sonderausstellung „Generationes – die Soldaten Roms: Bewaffnung und Ausrüstung über vier Jahrhunderte“ Antworten zu geben, die am 25. April 2009 in der Saalburg eröffnet.

Mit diesem Highlight des Jahres wird die unlängst fertiggestellte „Fabrica“ ihrer Bestimmung als Ort für wechselnde Ausstellungen übergeben. Was wir heute Fabrik nennen, leitet sich ja von dem lat. Wort für „fabrizieren“ her, und entsprechend nannten die Römer ein Gebäude, in welchem etwas hergestellt oder bearbeitet wurde eben Fabrica. Zu jedem größeren Römerlager gehörte ein solches Werkstattgebäude, wie es nun auf der Saalburg nach dem akteuellen Stand der Wissenschaft nachgebaut wurde. Hier sind bis Anfang 2010 Originalfunde, szenische Darstellungen und Nachbildungen von Waffen zu sehen. Der Titel „Generationes“ deutet daraufhin, daß es im Laufe der Generationen selbstverständlich Entwicklung und Veränderung in Ausrüstung, Bewaffnung usw. gab.

Die Ausstellung (Programm) wird von einer Reihe von Vorträgen und Veranstaltungen begleitet, wobei auch das 2000-jährige Jubiläum der Varusschlacht manches Thema inspiriert.

Das komplette Jahresprogramm der Saalburg findet sich auf der Website des Saalburgmuseums.

Hessenpark (Tour 4) – Jahresprogramm 2009

Im zentralen hessischen Freilichtmuseum, dem Hessenpark bei Neu-Anspach (Tour 4), finden auch in diesem Jahr wieder viele interessante Veranstaltungen statt.

Mit aktuellem Bezug und zugleich pünktlich zum 80-jährigen der Weltwirtschaftskrise von 1929 sollen an vier Sonntagen dieses Jahres die vier Jahreszeiten Revue passieren und dabei Einblicke in das Leben vor achtzig Jahren gewähren. „Leben und Arbeiten und Krisenzeiten“ lautet der Titel dieser Veranstaltungsreihe, bei der Schauspielerinnen und Schauspieler die Häuser, Straßen und Felder des Hessenparks beleben. Auftakt der „Vierjahreszeiten“ ist am 1. März, wenn das Winterleben in einem hessischen Dorf anschaulich gemacht werden soll. Im Mai folgt der Frühling mit einer Hochzeit in dem hessischen Dorf „Nirgendwo“ (warum eigentlich nicht „Irgendwo“?) und so weiter im Jahreslauf.

Darüber hinaus wird an Ostern, Pfingsten oder Erntedank altes Brauchtum lebendig, traditionell großer Beliebtheit erfreut sich der Pflanzenmarkt, der Kunsthandwerker- und Töpfermarkt und das Gastspiel der Hanauer Märchenfestspiele.

Das komplette Jahresprogramm ist unter www.hessenpark.de einzusehen.

Hochtaunuskreis gründet Isaak-von-Gerning-Stiftung

Um die Kulturarbeit im Hochtaunuskreis unabhängig von der jeweiligen Haushaltslage zu fördern, hat sich der Kreisausschuss dafür ausgesprochen, die künftige Johann-Isaak-von-Gerning-Stiftung mit 560.000 Euro Stiftungskapital auszustatten. Mit dessen Erträgen sollen Vorhaben der Musik, der Literatur, der darstellenden und bildenden Kunst oder der Denkmalpflege unterstützt werden, um den Taunus als Kulturlandschaft zu profilieren.  Förderungswürdige Projekte könnten ein Kolloquium über den Limes, ein kreisweites Kulturfestival oder auch eine Diplomarbeit über den Namensgeber der Kulturstiftung sein.

Der Frankfurter Gelehrte, Dichter und Schöngeist Johann Isaak von Gerning (1767-1837) besaß eine umfassende humanistische Bildung, die er auf zwei Italien-Reisen vertieft hatte. In der Frankfurter Bundesversammlung des Deutschen Bundes vertrat er die Landgrafschaft Hessen-Homburg, war aber auch für den Großherzog von Hessen-Darmstadt in diplomatischer Mission unterwegs. Seit 1802 verbrachte Johann Isaak von Gerning die Sommer meist in seinem Kronberger Landhaus, das er „Tauninum“ nannte. 1803 zog er nach Homburg und bekam ein Jahr darauf den Titel eines hessisch-homburgischen Geheimrats. Nicht nur die Tätigkeit an der Landgrafenresidenz, wo er zu jener Zeit sowohl auf Friedrich Hölderlin als auch Isaak von Sinclair traf, bringt ihn in Verbindung mit dem Taunus. Sein 1813 erschienenes Lehrgedicht „Die Heilquellen des Taunus“ trug wesentlich zur Durchsetzung der Bezeichnung „Taunus“ für den Gebirgszug bei, der bis dahin meist nur „die Höhe“ hieß (s.a. Berge, Bäder, Burgen, Wein).

Atzelbergturm abgebrannt

Am frühen Morgen des 5. August 2008 ist der 31 m hohe Aussichtsturm auf dem Atzelberg (506 m) bei Eppenhain abgebrannt. Vermutlich waren Vandalen am Werk. Da der Brand nicht gelöscht werden konnte, ließ die Feuerwehr den 1980 errichteten Holzfachwerkbau kontrolliert abbrennen. Auf nebenstehendem Foto sieht man ihn links neben dem heute als Landmarke dienenden Fernmeldeturm, so, wie sich die beiden auf Tour 12 präsentier(t)en.

Vielen Taunuswanderern war der Atzelbergturm immer wieder einmal einen Besuch wert, hatte man von ihm doch eine der schönsten Rundumsichten der Vordertaunusregion: Vom Hauptkamm bis zu den Städten der Rhein-Main-Ebene konnte der Blick schweifen, bei klarer Sicht bis zu Spessart und Odenwald.

Geplant wird nun ein Wiederaufbau des Turms, der Nachfolger des „Luisenturms“ war, der von 1914 bis in die 1970er Jahre den Berg krönte.

Taunus behält Heilklima

Studie: Klimawandel in höheren Lagen nicht so drastisch

Laut einer neuen Studie wird der Taunus trotz des Klimawandels sein Heilklima behalten. Ein interner Bericht des Deutschen Wetterdienstes besagt, dass sich das Klima in den Luftkurorten der Mittelgebirge nicht so drastisch ändere wie in den niedriger gelegenen Ballungsräumen. 2050 werde es im Sommer doppelt so viele Hitzetage mit über 30 Grad geben wie jetzt. Das werde aber insbesondere die Menschen in den tiefer gelegenen Ballungsräumen treffen, während in den höher gelegenen Orten mit Heilklima Hitzetage trotz des Klimawandels eine Seltenheit bleiben werden. Das gelte für den Taunus wie für andere Mittelgebirge.

Heilklima wirkt mit seinen aus dem Wechsel von kühler Luft und Wind mit Sonnenwärme resultierenden Reizen stimulierend auf den Organismus. Der Hochtaunuskreis hat einen Heilklimapark mit speziellen Wanderwegen angelegt. Jeder Besucher kann an einem der „Biomonitore“ im Kurbad oder der Stadtinformation in Königstein oder im Landratsamt in Bad Homburg Alter, Größe und Gewicht eingeben. Dann rechnet das System aus, welche Wanderwege ihn am besten fordern.

Quelle: FAZ 11.7.2008, Seite 56 | Foto: Stefan Etzel