09 – Die Gallierburg auf dem Altkönig

Schnurstracks auf den schönsten Taunusgipfel

Lange vor den Römern saßen schon die Kelten am Taunuskamm. Ihre beiden größten Flieburgen stehen heute auf dem Programm – das einem Tag mit guter Fernsicht die Ehre geben sollte. Dann kann man nämlich diesen atemberaubenden Blick auf Frankfurt genießen.

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Fotos: Etzel; bemanischa

Geocache in der Nähe

07 – Die Marken der Hohen Mark

Eine Grenzsteinwanderung im Hochtaunus

Die Endstation „Hohemark“ der Frankfurter Taunus-U-Bahn ist allen Ausflüglern ein Begriff. Aber woher kommt der Name? Das erfahren wir heute auf einer Wanderung durch die deutsche Kleinstaaterei, in die das Auf und Ab eingebaut ist wie die Wechselfälle der Geschichte.

Einkehrmöglichkeiten an Start/Ziel, unterwegs keine. Detaillierte Wegbeschreibung, Karte, Höhenprofil und Hintergrundinfos im Buch .

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UPDATE: Der Grenzsteinweg wurde seit der letzten Begehung am Start verlegt, um den Einstieg zu erleichtern. Man geht nun vom Parkplatz bei der Gaststätte “Tannenheim” rund 200 m in Richtung Oberursel neben der Straße und dann links bergab. Korrektur ist für die nächste Auflage vorgemerkt.

06 – Schnupperspaziergang im Hohen Taunus

Ein- und Ausblicke beim Sandplacken

Der Sandplacken ist der am schnellsten von Frankfurt (30 Autominuten) und Autobahn (15 Min.) erreichbare Hochtaunuspaß. Dieser Spaziergang von knapp 1 1/2 Std. Dauer gewährt erst einen schönen Einblick ins Herz des Gebirges – und dann einen weiten Ausblick in den Hintertaunus.

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Foto: macmenace

03 – Als die Römer frech geworden…

Der Limes bei der Saalburg

Vom bekanntesten Römerkastell Deutschlands aus erkunden wir ein längeres Stück des Limes, bevor wir „über Berg und Tal“ ein Ausflugslokal erreichen, von dessen Terrasse sich bei „Handkäs‘ und Mussick“ die prächtige Aussicht genießen läßt.

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Foto: freda

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Saalburg

Die Saalburg war das für den Hochtaunus-Limes zuständige Hauptkastell. Seine Geschichte begann gleich zu Beginn des Limesbaus um 83 n. Chr. und hielt dann Schritt mit dessen vier Ausbaustufen: Als permanetes Truppenlager zur Sperrung des Saalburgpasses wurden zunächst zwei kleinere Erdschanzen angelegt, deren Reste noch heute 70 m östlich der Saalburg zu erkennen sind (Anfang Tour 4 ). Schon um 90 n. Chr. richtete man sich dann aber auf Dauer in einem kleinen Holzkastell (80 x 84 m) ein, das wohl für einen Numerus angelegt war (150 Mann). Es lag ungefähr in der Mitte des späteren Steinkastells (147 x 221 m) und wurde bei dessen Anlage um 135 nach Aufrichtung der Mauern eingeebnet, als eine Kohorte (500 Mann) auf den Saalburgpaß verlegt wurde. Im friedlichen 2. Jahrhundert entstand neben der Saalburg ein Kastelldorf, das nach dem katastrophalen Alamanneneinfall von 233 nicht wieder aufgebaut wurde. In ihrer Blütezeit dürfte die Saalburg mit Dorf bis zu 2.000 Einwohner gehabt haben! Der Niedergang der rechtsrheinischen Besitzungen war nicht aufzuhalten, spätestens 260 gaben die Römer mit dem Limes auch die Saalburg auf.

Was wir heute sehen, ist das einzige vollständig wiederaufgebaute Kastell am gesamten Limes. Überdauert hatten die Zeitläufte nur Grundmauern. Die aufwendige Rekonstruktion veranlasste 1897 Kaiser Wilhelm II., der schon als Knabe bei den Bad Homburger Sommerfrischen der Familie von den Ausgrabungen des Römerkastells fasziniert war, die seit etwa 1870 systematisch betrieben wurden. Sein Verdienst war die Forderung eines möglichst originalgetreuen Wiederaufbaus. Es wurden daher ähnliche, aber besser erhaltene Kastelle zum Vergleich herangezogen (insbesondere Lambaesis, Algerien), so daß die Annäherung an das Original ein hohes Maß an Wahrscheinlichkeit erlangt haben dürfte – auf dem Stand des damaligen Wissens. Heute weiß man, daß die Außenmauern der Römerkastelle leuchtend weiß verputzt waren mit roten Linien entlang der Mauerfugen (Beispiel an Südostecke). Außerdem war das Innere nicht so weitläufig, sondern mit Holzbaracken dicht bebaut.

Römerkastell Saalburg informative Seite des Saalburgmuseums; Limes | Jupitersäule

Taunus-Wetterau-Limes – großartige Seite mit vielen Abbildungen, die das einstige Leben am Limes anschaulich machen.

Im Saalburg-Museum kann man zahlreiche Grabungsfunde betrachten, die einen schönen Einblick in die Gebrauchsgegenstände der Zeit geben, daneben u.a. rekonstuierte Wehrtechnik (Katapulte mit Seilfedern). Vor dem Kastell liegen die Grundmauern der Badeanstalt und des benachbarten Gästehauses.