Korrekturen bei Tour 19

Neulich schrieb mir ein Leser, daß er sich auf Tour 19 zweimal verlaufen habe. Die Inspektion vor Ort ergab, daß im einen Fall eine wichtige Wegmarke zur Bezeichnung eines Abzweigs inzwischen verschwunden ist. Hier habe ich die Route ein wenig verlegt. Im anderen Fall hat der Leser die zugegebenermaßen eher spartanische Beschreibung nicht präzise gelesen. Die ist nun für die nächste Auflage dataillierter geworden.

Wer diese Tour in Angriff nehmen will, kann mir schreiben, ich schicke dann die aktualisierten Beschreibungen.

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34 – Die Maibacher Schweiz

Felsen und Täler des Usinger Landes

Die Eschbacher Klippen gehören ja zu den meistabgebildeten Naturdenkmälern des Taunus – doch wo liegen sie eigentlich genau? Das werden wir heute feststellen und eine Hintertaunusecke entdecken, die mit einer gehörigen Portion Überraschungen aufwartet…

2 Einkehrmöglichkeiten unterwegs. Detaillierte Wegbeschreibung, Karte, Höhenprofil und Hintergrundinfos im Buch .

Foto: Björn Appel

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Schloß Kransberg

Schloss Kransberg hat eine ausgesprochen bewegte Geschichte: Um 1200 von den "Cranichen von Cranichsberg" als Burg erbaut, gaben sich nach dem Aussterben des Herrengeschlechts 1326 immer neuer Herren die Burgtorklinke in die Hand, bis im 19. Jahrhundert bürgerliche Besitzer der Adelsherrschaft endgültig den Garaus machten. – Ein merkwürdiger Bezug zur Luftfahrt, wie er im Vogelnamen der Urherren anklingt, manifestierte sich dann, nachdem Albert Speer das Schloss ab 1940 in den militärischen Komplex Adlerhorst/Ziegenberg integrierte (s. Tour 35 ), wobei Schloß Kransberg dann während des Krieges als zeitweiliges Luftwaffenhauptquartier Hermann Görings diente. Ironie der Geschichte: Die Amerikaner internierten hier nach dem Krieg die technische und wirtschaftliche Prominenz des Dritten Reiches, darunter Hjalmar Schacht, Wernher von Braun – und Albert Speer, der auf Schloss Kransberg im Sommer 1945 gegenüber einem amerikanischen Geheimdienstoffizier auspackte und damit begann, seinen Kopf aus der Schlinge zu ziehen (s. Ulrich Schlie: Albert Speer – Die Kransberg-Protokolle 1945). – Bis Ende der 1970er Jahre saßen amerikanische und deutsche Militärs auf dem Kranichsberg, der danach wieder in den althergebrachten Trott wahllosen Besitzerwechsels verfallen zu sein scheint. Heute versucht ein "Business Center" in dem alten Gemäuer dem Puls der neuen Zeit ein Ambiente zu geben.

Foto: wiki.commons

33 – Die Keltenburg bei Butzbach

Stille Täler im Osttaunus

Mit dem Hausberg steht zunächst eine der Hauptsehenswürdigkeiten des Osttaunus auf dem Programm dieser Wanderung, die dann in heiterem Auf und Ab durch stille Wälder und Täler wieder zum Forsthaus Butzbach zurückkehrt, in dessen weithin gerühmtem Biergarten wir die Tour ausklingen lassen können…

1 Einkehrmöglichkeit unterwegs. Detaillierte Wegbeschreibung, Karte, Höhenprofil und Hintergrundinfos im Buch .

Foto: Stefan Etzel

21 – Burg Hohenstein

Durchs Lahnerbachtal zum Limes

Der Hintertaunus mag auf den ersten Blick etwas gleichförmig erscheinen – schaut man genauer hin, geht es in diesem Wellenspiel sachter Höhenzüge aber doch ganz schön bewegt zu. Ein Kleinod dieser Landschaft ist Burg Hohenstein über dem Aartal.

1 Einkehrmöglichkeit unterwegs. Detaillierte Wegbeschreibung, Karte, Höhenprofil und Hintergrundinfos im Buch .

Foto: Stefan Etzel

Burg Hohenstein

Burg Hohenstein wurde um 1190 von den weithin mächtigen Grafen von Katzenelnbogen auf dem Felsen über dem Aartal erbaut. Als der letzte Elnboger 1479 starb, fiel die Grafschaft an den Landgrafen von Hessen-Marburg, "und groß guth von goldt und silber, alle bodden und kasten voller frucht, alle keller voller weins, und dessen erhub er sich hoch". 130 Jahre später ließ Landgraf "Moritz der Gelehrte" kurz vor dem Dreißigjährigen Krieg Hohenstein noch einmal verstärken, doch das nutzte nichts, die Feste wurde zerstört. Moritz mußte überdies im zehnten Kriegsjahr (1627) abdanken – wegen Entschlußschwäche und militärischer Unfähigkeit in einer Zeit, als Haudegen und keine Dichter- Alchemisten auf dem Thron gefragt waren.

19 – In der Ruhe liegt die Kraft

Der Limesweg bei Idstein

Die malerischste und zugleich verkehrstgünstigst gelegene Taunusstadt? Versuchen Sie es doch mal mit der alten Nassauer Residenz Idstein, hinter der sich eine wenig bekannte Wanderwelt in die Hintertaunushügel kuschelt, deren Topographie schon die Römer verwirrte…

KORREKTUR 2012

4 Einkehrmöglichkeiten unterwegs. Detaillierte Wegbeschreibung, Karte, Höhenprofil und Hintergrundinfos im Buch.

Foto: jansozsek

18 – Die Kornkammer des Taunus

Vom Goldenen Grund in die Taunuswälder

Die größte „Tiefebene“ des Taunus liegt in der Bad Camberger Gegend. Von hier aus erscheint das „Gebirge“ ziemlich fern. Fruchtbare Lößböden gaben dem „Goldenen Grund“ den Namen, einer Kornkammer, die von den Römern in das vom Limes gehegte Gebiet einbezogen wurde.

1 Einkehrmöglichkeit unterwegs. Detaillierte Wegbeschreibung, Karte, Höhenprofil und Hintergrundinfos im Buch | bestellen

Foto: te.esce

17 – Blüht im Verborgenen

Rechts und links des Weiltals

Das Weiltal ist gewissermaßen die Mittelachse des Taunus und war im Spätmittelalter eines seiner bedeutendsten Industriereviere. Heute erfreuen wir uns an prächtigen Wäldern, anmutigen Ausblicken, Burgen, Schieferklippen – und Gasthäusern natürlich, die seit alters zur Rast einladen.

3 Einkehrmöglichkeiten unterwegs. Detaillierte Wegbeschreibung, Karte, Höhenprofil und Hintergrundinfos im Buch.

Foto: bemanischa

16 – Natur & Technik im Buchfinkenländchen

Alte Weiher und moderner Antennenpark

Daß der Mensch auch behutsam in die Landschaft eingreifen kann, sieht man im Buchfinkenländchen: Künstliche Teiche wurden schon vor Jahrhunderten angelegt, die Neuzeit brachte eine Erdfunkstelle, deren über 30 Parabolschüsseln fast unsichtbar hinter Baum- und Heckengrün versteckt sind.

Keine Einkehrmöglichkeit unterwegs (vor wenigen Jahren sah das noch ganz anders aus…). Detaillierte Wegbeschreibung, Karte, Höhenprofil und Hintergrundinfos im Buch .

Foto: Stefan Etzel

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Die Lindenkapelle von Oberlauken

Im Schatten hoher Linden steht die Friedhoskapelle im mauerumwehrten Gottesacker. Es läßt sich zwar nicht beweisen, viele Heimatfreunde möchten es aber beschwören, daß auf dieser Anhöhe schon in vorchristlicher Zeit ein Kultplatz lag. Ein Indiz sei die uralte, aus drei Stämmen bestehende Linde links der Kapelle:

Die Linde ist nämlich ein ganz besonderer Baum, zu dessen besonderer Rolle in der Mythologie eine Eigenschaft beitrug, die sie zum Symbol für "ewiges Leben" prädestiniert: Obwohl – oder gerade weil? – sie viel

Ein Gebetslicht beschützt die Jungwurzel

Ein Gebetslicht beschützt die Jungwurzel

weniger durchsetzungsstark ist als die dem Kriegsgott geweihte Eiche, empfindlich, weich (Holz der Bildschnitzer), im Standort-Wettkampf schnell unterliegend, ist ihr oftmals ein extrem hohes Alter beschieden. Das liegt an ihrer besonderen

Überlebensstrategie: Ältere Linden sind samt und sonders hohl – verjüngen sich aber von innen heraus: Dicke Jungwurzeln (s. Abb.) suchen sich dabei ihren Weg durch den Holzmulm im Innern des Altbaumes und graben sich ins Erdreich hinein. Und wenn diese Wurzeln dann selbst neue Zweige und Äste anlegen, wächst aus der alten eine junge Linde heraus – wie Phönix aus der Asche. Die drei Lindenstämme hier dürften daher aus einer uralten Vorgängerin hervorgegangen sein, die wiederum…

 

15 – Der Hintertaunus im Überblick

Pferdskopf von HutzlerAuf den Pferdskopf über dem Weiltal

Fast immer, wenn man vom Hoch- in den Hintertaunus blickt, ist der Aussichtsturm auf dem Pferdskopf ein Fixpunkt – heute ist er unser Ziel.

2 Einkehrmöglichkeiten unterwegs. Detaillierte Wegbeschreibung, Karte, Höhenprofil und Hintergrundinfos im Buch | bestellen

Foto: Hutzler

14 – Glashütten & Eisenhämmer

Ein mittelalterliches Industrierevier

Mal eine richtig lange Wanderung, die ein mittelalterliches Industrierevier umrundet, in dem einst Meiler rauchten und Hämmer pochten – und noch viel früher der Limes vom Hoch- in den Hintertaunus überging.

Wie in alten Zeiten muß man den Proviant auf dieser Tour selbst mitführen, die auf der ganzen Strecke keine einzige Ortschaft berührt. Wer also den Rummel an sonnigen Sommersonntagen meiden will, findet hier ein Ausweichrevier.

Keine Einkehrmöglichkeit unterwegs (wohl aber am Start/Ziel). Detaillierte Wegbeschreibung, Karte, Höhenprofil und Hintergrundinfos im Buch.

Foto: Quasebart („Wolken über Glashütten“)